Institut für Bauforschung - Aktuelle Themen rund ums Bauen und die Forschung

AKTUELLES

KOMMUNIKATION. WISSENSWERT. TEILENSWERT.

27.02.2024

Heizungstausch: KfW-Zuschüsse für Privatpersonen können ab sofort beantragt werden

Eigentümer selbst genutzter Häuser, die auf klimafreundliche Heizungen umsteigen wollen, können ab sofort Zuschüsse bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Grundlage der neuen Förderung ist das Heizungsgesetz der Ampel-Koalition. Als klimafreundlich gelten insbesondere Wärmepumpen und Solarthermieanlagen, aber auch bestimmte Holz- oder Pelletheizungen. Die Grundförderung für klimafreundliche Heizungstypen beträgt 30 Prozent der Investitionssumme, verschiedene Sonderboni können noch hinzukommen. Etwa, wenn besonders ineffiziente Heizungen ausgetauscht, Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln oder Erdwärme als Wärmequelle eingesetzt werden oder eine bestimmte Einkommensgrenze unterschritten wird. Maximal können bis zu 70 Prozent der Investitionssumme bis zu einem Investitionsbetrag von 30.000 Euro bezuschusst werden. Aktuell können nur Eigentümer von selbst bewohnten Einfamilienhäusern Anträge stellen, Eigentümer von Mehrfamilienhäusern oder Wohnungseigentümergemeinschaften können voraussichtlich im Mai beziehungsweise August Anträge auf Förderung stellen. Weitere Informationen gibt es hier:  www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsförderung.

20.02.2024

KfW-Förderprogramme: Anträge ab heute wieder möglich

Ab heute können wieder staatliche Fördergelder für klimafreundliches Bauen oder den altersgerechten Umbau einer Immobilie beantragt werden. Nach dem Stopp des Programms im vergangenen Dezember gibt es nun für bestimmte Bauvorhaben oder den Hauskauf wieder Fördergelder oder zinsverbilligte Kredite durch die KfW-Bank. Das Angebot richtet sich an Investoren, Genossenschaften, Unternehmen, Kommunen und Landkreise sowie private Bauherren. Neben der Unterstützung für klimafreundliche Neubauten und altersgerechtes Umbauen gibt es auch Investitionszuschüsse für Genossenschaftliches Wohnen. Weitere Informationen und einen Überblick über die Förderangebote finden Sie hier: https://www.kfw.de.

25.01.2024

Mängel und Schäden an Photovoltaikanlagen: neue IFB-Kurzstudie veröffentlicht

Die Photovoltaik-Branche boomt – Unsicherheit bei der Energieversorgung und steigende Energiepreise machen die Technik, Sonnenlicht umweltfreundlich in elektrische Energie umzuwandeln, für immer mehr Immobilienbesitzer attraktiv. Aber wie steht es um die Sicherheit und Effizienz solcher Anlagen? Eine neue Studie, die das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) im Auftrag vom Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) mit Unterstützung der VHV Allgemeine Versicherung AG erstellt hat, hat typische Mängel und Schadenbilder untersucht, die bei der Installation und dem Betrieb von Photovoltaikanlagen entstehen. Für die Untersuchung haben die IFB-Experten zahlreiche Schadenfälle analysiert. Die Ergebnisse sollen Bauherren für mögliche Schadenbilder sensibilisieren und über Möglichkeiten zur Prävention informieren. IFB-Direktorin Heike Böhmer weist auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung und Ausführung hin. Beides sei für den fehlerfreien und effizienten Betrieb von PV-Anlagen maßgeblich. „Die Studie zeigt, dass viele Fehler vermeidbar sind. Wir haben bei der Analyse gesehen, dass eine falsche Auslegung der Anlage in der Planungsphase und unsachgemäßer Einbau zu folgenschweren Mängeln führen können“, erläutert Böhmer. So könnten die Effizienz und in manchen Fällen sogar die Sicherheit beeinträchtigt werden.

Die Studie macht zudem deutlich, wie wichtig qualifizierte Fachleute bzw. -firmen und geprüfte bzw. zugelassene Produkte bei der Installation von Photovoltaikanlagen sind. Demnach raten die Experten von IFB und BSB Bauherren davon ab, PV-Anlagen in Eigenleistung zu planen und zu installieren und nicht zugelassene Produkte zu verwenden.

Auch eine regelmäßige Wartung sei ein weiterer Schlüssel für eine langfristige und effiziente Nutzung von Photovoltaikanlagen. In der Kurzstudie sind sechs typische Schadenbilder praxisnah aufbereitet. Zudem werden Hinweise gegeben, wie diese vermieden bzw. behoben werden können.

Die Studie ist abrufbar unter https://www.bsb-ev.de/politik-presse/analysen-studien sowie im IFB-Downloadbereich.

22.01.2024

Förderprogramme des BMWK: Wirtschaftsministerium hebt Förderstopp auf

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat den Antrags- und Bewilligungsstopp aufgehoben, der am 1. Dezember 2023 zentral für alle BMWK-Förderprogramme im Klima- und Transformationsfonds (KTF) verhängt worden war. Die Antrags- und Bewilligungspause war nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erforderlich geworden. Ab sofort können wieder Anträge unter anderem für die Förderprogramme Beratung Energieeffizienz, Aufbauprogramm Wärmepumpe und Serielle Sanierung gestellt werden. Die Förderung von Maßnahmen der Energieeffizienz und Erneuerbarer Energien im Gebäudebereich (BEG) war von der Antrags- und Bewilligungspause ausgenommen; hier konnten durchgängig Anträge gestellt und bewilligt werden.

09.01.2024

Hochwasser: Betroffenen Gebäuden könnten schwere Folgeschäden drohen

Der langanhaltende Regen der vergangenen Wochen hat in vielen Regionen zu Hochwasser geführt. Zahlreiche Keller sind nass oder sogar vollgelaufen, Anwohner kämpften tagelang gegen die Wassermassen. Was ist nun wichtig und worauf sollten Betroffene achten?

Wassereintritt in Keller- oder Wohnräume kann ernstzunehmende Schäden an der Bausubstanz zur Folge haben, die sich auch auf die Gesundheit der Bewohner auswirken können. Daher sollte in betroffenen Gebäuden zügig mit professioneller Trocknung begonnen werden, empfiehlt IFB-Direktorin Heike Böhmer. „Wichtig sind aber parallel auch die Ermittlung der Ursache und die Bewertung des Ausmaßes der Schäden. Nur dann können die richtigen weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Zur Bewertung der Feuchteschäden in Gebäuden sollten deshalb immer Sachverständige hinzugezogen werden, denn Schadenausmaß und -ursachen sind häufig nicht sichtbar. Dabei sollte die Unterstützung der Wohngebäudeversicherung in Anspruch genommen werden, die häufig sogar eigene Sachverständige hat.“ Mit den passenden Trocknungs- und Analysemaßnahmen an den betroffenen Bauteilen wird die (von den Versicherungen sogar geforderte) Schadenminimierung sichergestellt und die fachgerechte Sanierung vorbereitet. „Wird hier nicht richtig gearbeitet, drohen unnötige Schadenausweitungen, weitergehende Durchfeuchtungen und nicht selten vermeidbarer Schimmelpilzbefall“, so Böhmer. Welche Maßnahmen für die Schadenbeseitigung im Detail notwendig ist, sollte deshalb nicht allein entschieden werden. Die Bandbreite der technischen Möglichkeiten sei groß und erfordere entsprechendes Fachwissen über die Arten der professionellen Trocknung, über Analysen und Bewertung von mikrobiellem Befall, eventuell notwendige Desinfektion oder Materialausbau bzw. Ergebnis- oder Freimessungen nach durchgeführten Maßnahmen. „Nutzen Sie die Kompetenz der Sachverständigen, der Versicherer und der seriösen Sanierungsunternehmen, um die Werte Ihrer Immobilien mit professioneller Unterstützung wiederherzustellen, und prüfen Sie im Hinblick auf die prognostizierte Zunahme von Extremwetterereignissen die Resilienz Ihrer Gebäude und Ihren Versicherungsschutz“, rät die IFB-Direktorin. 

Bei Fragen können sich Betroffene auch an das IFB wenden.

05.01.2024

Schäden durch Schneelast: Was Hausbesitzer beachten sollten

In einigen Regionen hat es aktuell sehr viel geschneit. Nicht wenige Immobilienbesitzen schauen dann mit Sorge auf ihre Dächer. Hält das Dach der Belastung durch den Schnee stand? In der Regel ist die Tragfähigkeit von Dächern um ein Vielfaches höher als die normalerweise zu erwartenden Schneelasten. Dennoch ist es empfehlenswert, die Belastbarkeit des eigenen Daches zu kennen. Wichtige Größen sind dabei die Dachform und die geografische Lage des Hauses. Als Faustregel gilt: Schnee bleibt auf Flachdächern länger liegen als auf Dächern mit steilem Giebel, die Schnee leichter abrutschen lassen. Somit müssen Flachdächer mehr Last tragen können. Hinzu kommt, dass die allgemein zu erwartenden Schneehöhen regional verschieden sind und die Dächer entsprechend auf unterschiedlich hohe Schneelasten ausgerichtet sein müssen. Deutschland ist in verschiedene Schneelastzonen unterteilt – in welcher Schneelastzone ihr Haus liegt, erfahren Hausbesitzer etwa beim zuständigen Bauamt. Angaben zur Tragfähigkeit des Daches finden sich im Standsicherheitsnachweis des Hauses. Alternativ können Ingenieur- oder Architekturbüros sowie Dachdecker die maximale Belastbarkeit von Dächern errechnen. Kommt es zu extremen Schneefall, kann mit Hilfe dieser Werte eingeschätzt werden, ob das Dach der Schneebelastung standhält oder ob es geräumt werden muss. Stürzt ein Dach aufgrund zu hoher Schneelast ein oder ist die Statik der Dachkonstruktion beeinträchtigt, drohen hohe Kosten. Deshalb sollten Hausbesitzer in gefährdeten Regionen darauf achten, dass ihre Wohngebäudeversicherung auch „weitere Naturgefahren“ wie „Schneedruck“ abdeckt. Denn: Dieser Schutz ist in klassischen Gebäude- oder Hausratversicherungsverträgen nicht immer enthalten, sondern muss häufig explizit eingeschlossen werden.

Konkrete Tipps und Hinweise finden Eigentümer in der Studie „Klimawandel und Extremwetterereignisse – Schadenentwicklung und Anforderungen an Wohngebäude“, die das Institut für Bauforschung e. V. (IFB) im Auftrag von Bauherren-Schutzbund e. V. und der VHV Allgemeine Versicherung AG erstellt hat. Dafür wurden aktuelle Daten zu Gebäudeschäden durch Extremwetter analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen, zugeschnitten auf verschiedene Naturgefahren, entwickelt. Die Studie ist im Downloadbereich abrufbar.

03.01.2024

In Erinnerung an unseren ehemaligen Mitarbeiter Karl-Heinz Gajewski

Mit großer Betroffenheit hat uns die Nachricht erreicht, dass unser geschätzter ehemaliger Kollege und IFB-Mitarbeiter Karl-Heinz Gajewski mit 98 Jahren verstorben ist. Wir trauern mit seiner Familie und werden uns dankbar an einen unverwechselbaren Menschen und ebenso kompetenten wie engagierten Mitarbeiter erinnern, der die Arbeit des Instituts mitgeprägt hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

02.01.2024

Digitalisierung schreitet voran: Ab 1. Januar gilt Pflicht für digitale Bauanträge

Seit dem 1. Januar 2024 besteht die Pflicht zur digitalen Antragstellung bei Baubehörden. Anträge in Papierform zu stellen, ist nun nur noch im Fall der Unzumutbarkeit des elektronischen Verfahrens möglich. Die Norm kann hier abgerufen werden: § 3a NBauO. Wichtig: Zur Gewährleistung der Authentizität der übermittelten Unterlagen müssen diese in der Regel über eine qualifizierte elektronische Signatur (qeS) verfügen. Zudem müssen die Dateien die Anforderungen der Anlage 1 zu § 3 Niedersächsische Bauvorlageverordnung (NBauVorlV) erfüllen. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz stellt ausführliche Informationen zum digitalen Bauantragsverfahren (insbesondere den § 3a NBauO und die qeS) zur Verfügung. Diese finden Sie als PDF hier.

21.12.2023

Liebe Mitglieder, Geschäftspartner und Freunde des IFB!

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, viele Projekte sind erfolgreich abgeschlossen, andere gehen im neuen Jahr weiter. Vieles konnten wir gemeinsam erfolgreich auf den Weg bringen. Wir blicken zufrieden zurück auf dieses Jahr und freuen uns auf viele spannende Aufgaben im kommenden. Wir danken für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf eine erfolgreiche Fortsetzung! Auf Weihnachtsgeschenke verzichten wir in diesem Jahr und haben stattdessen für Sonnenblicke Nordoberpfalz e. V. gespendet.

Wir wünschen Ihnen allen friedliche und besinnliche Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr.

Das Team des Instituts für Bauforschung e.V. Hannover

14.12.2023

Achtung: Sofortiger Antragsstopp für Förderung Klimafreundlicher Neubau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) teilte soeben mit, dass ab sofort in Abstimmung mit dem auftraggebenden Ressort, dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), in den folgenden Produkten keine Anträge mehr gestellt werden können:

  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude – private Selbstnutzung (297),
  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude (298),
  • Klimafreundlicher Neubau – Nichtwohngebäude (299).

Der Grund: Die bereitgestellten Bundesmittel für die Förderprodukte sind ausgeschöpft. Bereits zugesagte Förderdarlehen und gültige Sofortbestätigungen in diesen Produkten sind von dem Antragsstopp nicht betroffen. Alle bis zum 13.12.2023 bei der KfW eingegangenen und noch nicht entschiedenen Anträge können – vorbehaltlich ausreichender Bundesmittel und Erfüllung der Fördervoraussetzungen – zugesagt werden.

In der KfW-Sanierungsförderung „Bundesförderung für effiziente Gebäude“

  • BEG Wohngebäude – Kredit (261),
  • BEG Nichtwohngebäude – Kredit (263),
  • „Wohneigentum für Familien“ (300)

können wie gewohnt auch weiterhin Anträge gestellt werden. Die bestehenden Zusagen sowie das Einreichen von Nachweisen (BnD) in diesen Produkten sind nicht von diesem Antragsstopp betroffen: Kreditabrufe, Zuschussauszahlungen und das Gewähren von Tilgungszuschüssen sind ohne Einschränkung weiterhin möglich.

Nach derzeitigem Stand ist geplant, dass Anträge in den vorgenannten KFN-Produkten ab Anfang des Jahres 2024 wieder möglich sind.

12.12.2023

Vereinfachung von Regeln: Niedersachsen will Bauen einfacher machen

Die Landesregierung will die Landesbauordnung reformieren, um den Wohnungsmarkt zu beleben. Verschiedene gesetzliche Änderungen sollen das Bauen insgesamt vereinfachen. Geplant ist, das Änderungsgesetz der NBauO bis Sommer kommenden Jahres im Landtag zu verabschieden. Hintergrund ist die schwierige Lage am Wohnungsmarkt; dabei insbesondere hohe Kosten und Zinsen, Fachkräftemangel und Materialengpässe. Aber eben auch die gesetzlichen Anforderungen, die Planer, Ausführende und Investoren häufig vor große Herausforderungen stellen. Mit der geplanten Gesetzesänderung soll das Bauen künftig schneller und günstiger werden. Dabei hat das Ministerium nicht nur den Neubau, sondern vor allem die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Blick. So sollen künftig Gebäude nach einem Umbau nicht mehr Anforderungen erfüllen müssen als vor dem Umbau. IFB-Direktorin Heike Böhmer begrüßt die Pläne: „Gerade mit unserem Blick auf die Mangel- und Schadenvermeidung sehen wir die notwendigen Veränderungen im Bereich von Bestandserhalt und Umbaukultur. Die Trennung sicherheitsrelevanter Schutzziele von Komfortanforderungen spielt dabei eine besonders große Rolle und wird helfen, die Potenziale von Bestandsgebäuden zu nutzen und die notwendige Baukultur und Bauqualität positiv beeinflussen.“

11.12.2023

Niedersächsisches Kabinett billigt Gründung einer Landeswohnungsgesellschaft

Eine Vorlage des niedersächsischen Wirtschafts- und Bauministeriums zur Gründung einer Landeswohnungsgesellschaft wurde heute beschlossen. Damit kann die Gesellschaft zum Januar 2024 unter dem Namen „WohnRaum Niedersachsen GmbH“ ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Landeswohnungsgesellschaft soll künftig in Regionen mit hohem Bedarf, hauptsächlich im urbanen Raum, zusätzlichen bezahlbaren beziehungsweise geförderten Mietwohnraum in Niedersachsen entwickeln. Eng abgestimmt mit den Kommunen, dem Verband der Wohnungswirtschaft und den vor Ort aktiven öffentlichen und privaten Wohnungsgesellschaften. Bauminister und IFB-Vorsitzender Olaf Lies betonte, dass es eine zentrale, gesellschaftliche Aufgabe sei, aktuell mehr und vor allem günstigeren Wohnraum zu schaffen: „Wie es um den Markt derzeit bestellt ist, hat uns der gerade vorgestellte Wohnungsmarktbericht noch einmal gezeigt: allein bis 2040 werden rund 147.000 zusätzliche Geschosswohnungen benötigt. Wir packen das daher als Landesregierung mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen an.“

09.12.2023

Plan für beschleunigten Wohnungsbau: Baugesetz-Novelle soll kommen

Bauministerin Klara Geywitz plant eine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren. So sollen Bebauungspläne künftig schneller erstellt werden. Zudem soll es Kommunen künftig erlaubt werden, Bauherren Fristen zu setzen. Anderenfalls drohen heftige Maßnahmen. Ein diesbezüglicher Entwurf für eine Baugesetz-Novelle ist derzeit in Arbeit.

05.12.2023

Falschmeldung in den Medien: BEG-Anträge für Wärmepumpen weiterhin möglich

Heute Morgen meldeten diverse Medien auf Grundlage eines fehlerhaften dpa-Artikels, dass die Wärmepumpen-Förderung gestoppt sei. Dies ist falsch. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. weist darauf hin, dass es sich bei dem vorläufig ausgesetzten Förderprogramm „Bundesförderung Aufbau Wärmepumpe“ nicht um ein Anlagen-Förderprogramm handelt, sondern um ein Förderprogramm für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zum Thema Heizungswärmepumpen weiterqualifizieren wollen.

Wärmepumpen werden weiterhin im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert, Anträge sind weiterhin möglich und werden auch bewilligt.

Weitere Informationen unter www.waermepumpe.de.

28.11.2023

Planungssicherheit für Bauherren: Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt bestehen

Eine gute Nachricht für alle Bauherren: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) teilt in Abstimmung mit den auftraggebenden Ressorts – dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – mit, dass die folgenden Produkte von der haushaltswirtschaftlichen Sperre nach § 41 BHO für Verpflichtungsermächtigungen im Bundeshaushalt 2023 sowie im Sondervermögen Klima- und Transformationsfonds (KTF) im Wirtschaftsplan 2023 weiterhin ausgenommen sind und demnach beantragt und zugesagt werden können:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude Wohngebäude – Kredit (261),
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude Nichtwohngebäude – Kredit (263),
  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude – private Selbstnutzung (297),
  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude (298),
  • Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude (299),
  • Wohneigentum für Familien (300).

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert der Bund seit 2021 die energetische Sanierung und den energieeffizienten Neubau von Gebäuden. Die BEG wird laufend an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.

27.11.2023

Verleihung: BDA Preis Niedersachsen 2023 vergeben

Hochpolitisch und feierlich: Der Landesverband Niedersachsen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) hat den 17. BDA Preis Niedersachsen vergeben. Der Preis ist der älteste Architekturpreis in Niedersachsen und wird seit 1976 vergeben. Seine Besonderheit: die Auszeichnung von Architekten und Bauherren für ihr gemeinsames Werk. Unter den 6 Preisträgern sind Neubau- und Modernisierungsschulprojekte, Quartierslösungen und Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens. „Baukultur ist kein Architekturschnickschnack. Baukultur ist im Kern Nachhaltigkeit“ so die Landesvorsitzende des BDA, Dilek Ruf. „Dafür braucht es Differenziertheit und Sorgfalt.“ Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung Olaf Lies ehrte die Preisträger im Sprengel-Museum und betonte in seinem Grußwort mit Blick auf die aktuelle Situation im Wohnungsbau: „Fest steht, dass der kurzfristige, allein in Wohnungszahlen gemessene Erfolg, am Ende weder nachhaltig ist, noch im Sinne einer klugen Quartiersentwicklung sein wird.“ „Wohl wahr!“, sagt IFB-Direktorin Heike Böhmer. Sie und das gesamte IFB-Team gratulieren allen Preisträgern.

17.11.2023

Neuer Erklärfilm von Zimmerwetter Hamburg: „Darf ich im Winter lüften, wenn es draußen regnet?“

Draußen ist es ungemütlich und kalt, die Heizperiode hat längst begonnen. Dass regelmäßiges Lüften wichtig für gesundes und energiesparendes Wohnen ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch nicht selten herrscht Unsicherheit: Wie lange sollte man lüften? Reicht ein gekipptes Fenster aus? Was bedeutet „Stoßlüften“? Sollte die Heizung während des Lüftens heruntergedreht werden? Fragen, die das Projekt Zimmerwetter Hamburg beantworten möchte. Zimmerwetter ist ein Projekt des Regionalverbandes Umweltberatung Nord e.V. (R.U.N.) und setzt sich seit mehr als zehn Jahren für ein besseres und gesünderes Klima in Innenräumen ein. Es erklärt, wie sich jeder Mensch sein eigenes Wohlfühlklima schaffen kann. Auch in Schulen ist das Projekt präsent: Gemeinsam mit Zimmerwetter-Profis erforschen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in spannenden Experimenten das Zimmerwetter.

Nun gibt es einen neuen innovativen Zimmerwetter-Erklärfilm: In „Darf ich im Winter lüften, wenn es draußen regnet?“ wird mit tanzenden und frierenden Wassermolekülen das Lüften auf physikalischer Grundlage leicht verständlich erklärt. Zum Erklärfilm geht es hier.

Weitere Infos zu dem Zimmerwetter-Projekt finden Sie auf www.zimmerwetter.de

09.11.2023

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Architektur und Bauingenieurwesen geht an Werner Sobek

Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis werden in diesem Jahr erstmals die „100 Vorreiter der Transformation in der deutschen Wirtschaft“ geehrt. Dafür wurden mehr als 5.000 Unternehmen recherchiert und bewertet. Fachjurys trafen die Entscheidungen über die Besten in 100 Branchen.

Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Architektur und Bauingenieurwesen wurde nun die Werner Sobek AG ausgezeichnet. Die Fachjury hat das weltweit renommierte Ingenieurunternehmen aus Stuttgart an die Spitze der nachhaltigen Vorreiter in dieser Branche gewählt. Die Begründung der 140 Juroren: Die Werner Sobek AG habe besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, damit Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet. Das IFB-Team gratuliert Werner Sobek und seinem Team herzlich zu der Auszeichnung!

Unter den weiteren Siegern des bisher umfangreichsten nationalen Nachhaltigkeitswettbewerbs: DAX-Konzerne, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), bekannte Namen und Überraschungen. Zur festlichen Preisverleihung am 23. November 2023 in Düsseldorf sind etwa 1.000 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung, Kultur und Gesellschaft geladen. Weitere Informationen zu der Preisverleihung finden Sie auf der IFB-Veranstaltungsseite.

Weitere Informationen zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis gibt es unter www.nachhaltigkeitspreis.de

11.10.2023

Partnertag des Netzwerks Modernisierungspartner mit Neuausrichtung

Am gestrigen Partnertag trafen sich die Mitglieder des Netzwerks Modernisierungspartner im Dänischen Pavillon beim Architektur- und TGA-Planungsbüro Grobe. Auf dem Programm standen Neuwahlen von Beirat und Vorstand und nach Beschluss des „alten“ Beirats Abstimmungen zu grundsätzlichen Veränderungen im Netzwerk. Neu ist auch die Übernahme der Geschäftsstelle des Netzwerks durch „Die Energieingenieure“ von der Klimaschutzagentur Region Hannover. Damit ist der Start der inhaltlichen und strukturellen Neuausrichtung des Netzwerks vollzogen. Ziel ist es, die Ausrichtung der Initiative den neuen Anforderungen der Partner und des Marktes anzupassen.

Das Netzwerk Modernisierungspartner ist ein branchenübergreifender Verbund von Handwerkern, Architekten und Ingenieuren sowie weiteren Dienstleistern für energieeffizientes Bauen und Modernisieren in der Region Hannover. Die rund 50 Unternehmen sind Experten für energieoptimiertes Bauen und unterstützen Eigentümer bei der Planung und Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen. Mitglied können nur Betriebe werden, die hohe Qualitätskriterien im energieoptimierten Bauen erfüllen und diese mit Referenzen nachweisen. Das Institut für Bauforschung e. V. (IFB) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks und arbeitet seitdem aktiv im Beirat mit.

Weitere Informationen zum Netzwerk Modernisierungspartner finden Sie hier www.modernisierungspartner-hannover.de.

Netzwerk Modernisierungspartner

 

09.10.2023

Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden: Gutachten deckt Fehlentwicklungen auf

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. hat ein unabhängiges Rechtsgutachten erstellen lassen, das die Nachhaltigkeitsbewertung von Immobilien in Deutschland analysiert. Ein wesentliches Ergebnis der von der Kanzlei Franßen & Nusser erstellten Analyse ist, dass in Deutschland ein einheitliches Verständnis zum nachhaltigen Bauen fehlt. Das rund 60 Seiten umfassende Gutachten vermittelt einen Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen und Initiativen rund um das nachhaltige Bauen in Deutschland und der Europäischen Union. Demnach habe der Wettbewerb im Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung dazu geführt, dass es in Deutschland ein eklatantes Umsetzungsdefizit gäbe und die verschiedenen Standards, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden, nicht kompatibel zueinander seien. Die DGNB appelliert deshalb an Politik, Verbände und Wirtschaft, umgehend alle aus ihrer Sicht unnötigen Parallelaktivitäten zu stoppen und stattdessen zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Konkret stellt die DGNB ein System zur Verfügung, dass die diversen Ansätze zusammenführt, in dem es alle relevanten Perspektiven und sowohl EU-weite als auch nationale Zielsetzungen in einem Bewertungssystem berücksichtigt. Dieses möchte die Non-Profit-Organisation für andere Marktteilnehmer frei zugänglich machen. Dazu sollen in den kommenden Wochen Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsverbänden geführt werden.

Das Gutachten „Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden in Deutschland“ finden Sie hier file:///D:/Downloads/dgnb-gutachten-nachhaltigkeitsbewertung-von-gebaeuden-2023.pdf

07.10.2023

Das IFB gratuliert Ehrenmitglied Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. Victor Rizkallah

Victor Rizkallah, emeritierter Professor der Fakultät für Bauingenieurwesen an der Leibniz Universität Hannover und Ehrenmitglied vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB) feiert heute seinen 90. Geburtstag. Der Vorstand, das Kuratorium und das Team des IFB gratulieren von Herzen und wünschen alles Gute für das neue Lebensjahrzehnt!

Professor Rizkallah lehrte und forschte von 1978 bis 2000 an der Leibniz Universität Hannover und war von 2002 bis 2008 Kuratoriumsvorsitzender vom IFB. Von 1996 bis 2004 war er zudem Präsident der Ingenieurkammer Niedersachsen. Die von ihm ins Leben gerufene Victor Rizkallah-Stiftung, die die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses durch Förderpreise und Stipendien zum Ziel hat, feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.

06.10.2023

Neue IFB-Studie zu Klimawandel: Gebäudeschäden durch Extremwetter nehmen zu

Die Folgen der globalen Erwärmung und des Klimawandels werden immer sichtbarer: Extremwetterereignisse, wie Stürme, Hagel, Starkregen sowie Hitze- und Dürreperioden nehmen zu und führen immer häufiger zu Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen. In einer jetzt veröffentlichten Studie, die das Institut für Bauforschung e. V. (IFB) im Auftrag von Bauherren-Schutzbund e. V. und der VHV Allgemeine Versicherung AG erstellt hat, werden erstmals aktuelle Daten zu Gebäudeschäden durch Extremwetter analysiert. Die Studie „Klimawandel und Extremwetterereignisse – Schadenentwicklung und Anforderungen an Wohngebäude“ soll Eigentümern helfen, Risiken individuell einzuschätzen und auf dieser Grundlage adäquate bauliche Anpassungen vorzunehmen. Ein Ergebnis der Untersuchung: In den vergangenen 20 Jahren haben die Anzahl der Schäden aufgrund von Extremwetterereignissen sowie die Schadenhöhen stark zugenommen. Die Bauforscher raten Eigentümern dringend, sich mit der Problematik zu befassen und sowohl im Neubau als auch bei Bestandsgebäuden bauliche Vorsorge zu treffen. In der Studie finden sich neben den statistischen Datenauswertungen nutzerfreundliche Checklisten mit konkreten Handlungsempfehlungen, zugeschnitten auf verschiedene Naturgefahren, ergänzt mit konkreten Empfehlungen für die Planungs-, Bau- und Nutzungsphase von Gebäuden. Zudem enthält die Veröffentlichung eine Sammlung weitergehender Informationen, Links und Arbeitshilfen.

Die Studie ist in unserem Downloadbereich abrufbar. DOWNLOADS ÖFFENTLICH – Institut für Bauforschung

Die aktuelle Pressemitteilung lesen Sie hier.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe ebenfalls über die Studie.

FAZ Beitrag 06.10.2013

FAZ Beitrag 06.10.2013
12.09.2023

Ettersburger Gespräch: Teilnehmer verabschieden Strategiepapier

Klimawandel, Ressourcenknappheit, energetische Ertüchtigung und gesellschaftliche Herausforderungen sorgen für tiefgreifende Veränderungen im Bausektor. Die Herausforderungen sind, angesichts des Fachkräftemangels und eines riesigen Sanierungsstaus – sowohl im Hoch- als auch im Tiefbaubereich – riesig. Demgegenüber stehen jedoch auch eine Vielzahl an Chancen: Diese liegen im intelligenten, effizienten und nachhaltigen Planen, Errichten, Betreiben sowie Sanieren, Umbauen, Umnutzen, Recyceln und dem sorgfältigen Umgang mit Ressourcen.

Grundlage für die Nutzung dieser Chancen sind branchenübergreifendes Denken, kreative Kompetenz sowie richtungsweisende und nachhaltige Lösungen, die – unabhängig von der Materialwahl – Rohstoffe sichern und den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken umfassen. Beim Ettersburger Gespräch 2023 wurden diese Themen kontrovers und zielführend diskutiert. Besonders im Fokus: Potenziale von Baustoffen, Lebenszyklen und technologischer Fortschritt. Dabei wurden Handlungsansätze, verschiedene Perspektiven und Strategien sowie gelungene Projekte vorgestellt. Mit dabei: IFB-Direktorin Heike Böhmer – ihr Themenfeld: „Qualität und Kommunikation“.

Wie bereits in den Vorjahren wurden anschließend in einem abschließenden Strategiepapier Ziele und Forderungen an die Politik formuliert.

Zum Ettersburger Gespräch laden die Bundesstiftung Baukultur und deren Förderverein gemeinsam mit dem bauforumstahl, der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen, dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, dem InformationsZentrum Beton und dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie den VHV Versicherungen alljährlich ein. Ziel ist unter anderem zu zeigen, dass Qualität und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch und Baukultur ein wichtiger Standortfaktor für Deutschland ist. Das nächste Ettersburger Gespräch ist für den 12. und 13. September 2024 geplant.

Ettersburger Gespräch 2023, © Axel Clemens für die Bundesstiftung Baukultur

31.08.2023

Update der AWMF-Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen"

Schimmelpilzbefall in Innenräumen ist nach wie vor ein bedeutendes Gesundheitsthema und aus medizinischer Sicht ein potenzielles Gesundheitsrisiko. Betroffene sind häufig verunsichert; der sachliche Umgang mit dieser Problematik wird aufgrund der zahlreichen und unklaren Erscheinungsformen der Beschwerden bzw. Erkrankungen erschwert. Gesicherte wissenschaftliche Kenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmel sind gegenwärtig in vielen Bereichen noch gering und nur wenige Mediziner verfügen über das spezielle Fachwissen über die von Schimmel ausgehenden gesundheitlichen Wirkungen und Vorsorgemaßnahmen gegen eine Schimmelexposition. Die AWMF-Schimmelpilz-Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“ (AWMF-Register-Nr. 161/001) ist 2016 von der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und weiteren Verbänden mit dem Ziel erarbeitet worden, den geforderten sachlichen Umgang mit der Problematik zu verbessern. Diese Leitlinie ist jetzt aktualisiert worden und liegt nun auch in der deutschen Fassung vor. Die aktualisierte Leitlinie soll Medizinern Hilfen an die Hand geben, Patienten, die einer erhöhten Schimmelexposition in einem typischen Innenraumszenario – also nicht an besonders exponierten Arbeitsplätzen – unterliegen, aus medizinischer Sicht zu beraten und zu behandeln.

Die aktualisierte Leitlinie finden Sie hier. Sie ist zudem in der AWMF-Leitliniensammlung (https://www.awmf.org/leitlinien) veröffentlicht.

26.08.2023

Zeitungsartikel zum Thema Schimmelpilz – Interview mit IFB-Direktorin Heike Böhmer

Das Thema Schimmelpilz in Gebäuden – eines der Dauerbrennerthemen im Institut für Bauforschung e.V. (IFB). Die Experten vom IFB beraten dazu seit Jahrzehnten Mieter, Eigentümer und Institutionen. Wie entsteht Schimmel in Wohnräumen? Wie werde ich ihn wieder los? Was können Mieter und Eigentümer tun, um den lästigen Untermieter gar nicht erst entstehen zu lassen? Fragen, denen sich auch ein aktueller Artikel im Wolfsburger Lokalteil der Braunschweiger Zeitung widmet. IFB-Direktorin und Schimmelpilzexpertin Heike Böhmer beantwortet die wichtigsten Fragen und gibt praktische Tipps. Den gesamten Artikel finden Sie hier.

18.08.2023

Klima- und Transformationsfonds (KTF): 19 Milliarden Euro für Gebäudebereich

Mit dem Beschluss des Entwurfs zum Wirtschaftsplan 2024 für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) und dem Finanzplan bis 2027 ist ein Sondervermögen für die Baubranche geplant, mit dem die energetische Gebäudesanierung, die Dekarbonisierung der Industrie sowie der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur unterstützt werden soll. Die Förderschwerpunkte liegen dabei mit rund 19 Milliarden Euro auf dem Neubau und der Sanierung von Gebäuden sowie im Bereich der EEG-Förderung, der Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung,  der energetischen Stadtsanierung und der Anpassung z. B. an Starkwetterereignisse und den Klimawandel.

Für die Bauforscher vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB) sind dies grundsätzlich gute Nachrichten. Die Bauexperten weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass gerade Sanierungen im Bestand zwingend klug geplant und fachkundig umgesetzt werden müssten: „Wir müssen klug handeln und das Geld sinnvoll und an den richtigen Stellen einsetzen“, mahnt IFB-Direktorin Dipl.-Ing. Heike Böhmer. „Sanierungen im Gebäudebestand müssen vernünftig geplant, fachkundig gebaut und anschließend auch richtig genutzt werden.“ Falsche Sanierung könne zu hohen Schäden an Gebäuden führen. Denn: Je komplexer Gebäude bzw. Baumaßnahmen werden, desto höher ist die Schadenanfälligkeit. Dies belegen die VHV-Bauschadenberichte, die das IFB seit mehreren Jahren im Auftrag der VHV-Versicherungen erstellt. Für sinnvolle und qualitativ hochwertige Sanierung und Ertüchtigung von Bestandsgebäuden brauche es Fachkräfte. Böhmer rät sanierungswilligen Bauherren unbedingt dazu, fachkundige Hilfe hinzuzuziehen, sei es durch zertifizierte Energieberater oder Beratungsstellen wie etwa Klimaschutzagenturen oder Verbraucherschutzorganisationen. Vor allem im Bestand brauche es exakt auf das jeweilige Gebäude zugeschnittene Lösungen. Die Devise: Klug planen, passend und sachkundig sanieren und vernünftig nutzen. Auch die Experten vom IFB stehen sanierungswilligen Bauherren beratend zur Seite.

Eine Möglichkeit ist die IFB-Beratungssprechstunde. Diese wird jeden ersten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr in den IFB-Räumlichkeiten durchgeführt. Wichtig: Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung unter office@bauforschung.de oder telefonisch unter 0511-965160 möglich! Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Plätze pro Beratungstermin begrenzt. Eine anschließende Vereinbarung von Einzelterminen ist möglich.

15.08.2023

Kostensparendes Bauen – Unterstützung vom Bundesjustizministerium

Das Planen und Bauen geschieht in einem zunehmend begrenzten Geflecht von Normen und Vorschriften. Diese bestimmen die technische Umsetzung von Gebäuden, deren Dimensionen und Ausstattungsstandards. Die Bundesarchitektenkammer (BAK) und die Bundesingenieurkammer (BIngK) haben in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundesministerium der Justiz ihre gemeinsame Einschätzung zum „Gebäudetyp E“ und damit verbunden die Aufforderung zu einer Rückkehr zu den wesentlichen Grundregeln von Planen und Bauen dargestellt. Die beiden Bundeskammern baten zudem um eine zivilrechtliche Flankierung zu Gunsten möglicher Abweichungen von unnötigen, überzogenen Normen und bautechnischen Regeln. Bei einem Treffen Anfang August im Bundesjustizministerium hat Bundesminister Dr. Marco Buschmann seine Unterstützung zugesagt, ein Verfahren zur Vereinfachung des Planens und Bauens zu entwickeln. Nach Ansicht des Bundesjustizministeriums sei für das Abweichen von Normen und Regeln im B2B-Bereich bereits jetzt eine vertragsrechtliche Abweichung von allgemein anerkannten Regeln der Technik rechtssicher möglich, so der Minister. Zudem werde, soweit erforderlich, auch eine Klarstellung im BGB geprüft.

Das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) arbeitet seit vielen Jahren in der Arbeitsgruppe Kostensparendes Bauen des Niedersächsisches Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung mit – auch hier geht es darum, wie kostensparend, zügig und nachhaltig gebaut werden kann. Parallel arbeitet das Institut in eigenen Projekten ebenfalls an schnell und einfach umsetzbaren Lösungen in diesem Bereich.

01.08.2023

Umgang mit mineralischen Abfällen: Ersatzbaustoffverordnung (EBV) in Kraft

Am heutigen 1. August 2023 tritt die Ersatzbaustoffverordnung (EBV) in Kraft. Diese regelt erstmals bundeseinheitlich den Umgang mit mineralischen Abfällen wie Bodenaushub oder Bauschutt. Ziel ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Zuvor war die Verwertung von mineralischen Abfällen in verschiedenen Vorschriften in den Bundesländern geregelt. Nun tritt die Mantelverordnung in Kraft: Kern ist die Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Diese regelt erstmals deutschlandweit, wie und wo Bauschutt und Aushub als wiederaufbereitetes Baumaterial zum Einsatz kommen darf.

Nicht berücksichtigt wurde die Forderung der Wirtschaft, das Ende der Abfalleigenschaft für güteüberwachte Ersatzbaustoffe in der Ersatzbaustoffverordnung zu regeln. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bereitet diesbezüglich eine eigenständige gesetzliche Regelung vor – die sogenannte Abfallende-Verordnung. Ziel ist, dass qualitativ besonders hochwertige Ersatzbaustoffe nicht mehr als Abfall behandelt werden müssen, sondern Produktstatus erlangen können. Das BMUV plant, noch in diesem Jahr einen Entwurf vorzulegen. Eine gesonderte Verordnung ist wegen europarechtlicher Vorgaben erforderlich.

30.07.2023

Online-Konferenz: Unterirdische Leitungskanäle/-düker als zusätzliche Lösungsalternative

Der gemeinsame Arbeitskreis von der Deutschen Gesellschaft für das grabenlose Bauen und Instandhalten von Leitungen e. V. (GSTT) und dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und Kraftwärmekopplung e.V. (AGFW) zum Thema „Unterirdische Leitungskanäle/-düker als Baustein einer smarten Stadtentwicklung“ hatte zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Unterirdische Leitungskanäle/-düker als zusätzliche Lösungsalternative“ geladen. Die Online-Konferenz wurde unter anderem von den niedersächsischen Spitzenverbänden Niedersächsischer Landkreistag (NLT), Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund und Niedersächsischer Städtetag sowie den Fachverbänden AGFW, GSTT, dem Institut für Bauforschung e.V. (IFB), dem Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) und der Interessengemeinschaft begehbarer Versorgungskanäle (IBV) unterstützt und vorbereitet. IFB-Institutsdirektorin Heike Böhmer ordnete  Leitungskanäle und -düker als zusätzliche Lösungsalternative bei den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung – besonders auch für den Glasfaserausbau – ein . Leitungskanäle und -düker böten u.a. zusätzlichen Schutz für die Leitungen vor direkten Einwirkungen aus dem Baugrund (zum Beispiel durch Beschädigungen durch Bagger) sowie aus Verkehrsprozessen. Die Untermauerung erfolgte  durch den aktuellen VHV-Bauschadenbericht – Tiefbau und Infrastruktur 2022/23.

Es folgten zudem Berichte zum Betrieb von Leitungskanälen und Informationen zu Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, zum aktuellen Stand des GSTT-Leitfadens „Unterirdisch, begehbare Leitungskanäle und -düker“, der mittlerweile als Gelbdruck bei Fachverbänden zur Prüfung vorliegt sowie ein Bericht zur aktuellen Arbeit des Komitees zur Erarbeitung der ISO 37175 „Smart Community Infrastructures – Operation and Maintenance of Utility Tunnels“. Die Unterlagen zu der Veranstaltung können unter Leitungskanal@entellgenio.com angefordert werden.

27.07.2023

Neue Podcast-Reihe „20 Minuten für den Bau"

Die neue Podcast-Reihe „20 Minuten für den Bau“ des RKW Kompetenzzentrums widmet sich aktuellen Themen rund um die Bauwirtschaft. In den Podcast-Episoden geben Experten aus der Branche Impulse und Anregungen für die tägliche Arbeit. Die erste Podcast-Episode hat die neuen Anforderungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Thema und erläutert, warum sich gerade kleine und mittelständische Unternehmen frühzeitig damit auseinandersetzen sollten. Gast ist Leoni Gros, Expertin im Bereich „Sustainable Finance“. Die Hörer erfahren, warum Greenwashing zukünftig weniger werden wird und welche Auswirkungen die Taxonomie-Verordnung auf ihre Unternehmen haben könnte. Den Podcast gibt es auf der Webseite des RKW unter https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/podcasts/taxonomie-verordnung-bedeutung-fuer-den-baumittelstand/

23.07.2023

Klimaanpassungsgesetz: Gefahren durch den Klimawandel strukturiert angehen

Der Klimawandel und seine Folgen sind eine Gefahr für Leben und Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft, Infrastruktur sowie Natur und Ökosysteme – die Auswirkungen nehmen auch in Deutschland spürbar an Intensität, Häufigkeit und Dauer zu. Daher sind verstärkte Anstrengungen zur Anpassung an den Klimawandel dringend erforderlich. Den Rahmen soll das neue Klimaanpassungsgesetz bilden. Die Bundesregierung hat nun den vom Bundesumweltministerium vorgelegten Regierungsentwurf für ein Klimaanpassungsgesetz beschlossen. Damit wird erstmals ein strategischer Rahmen für eine vorsorgende Klimaanpassung auf allen Verwaltungsebenen in Deutschland geschaffen. Zugleich verpflichtet sich die Bundesregierung mit dem Gesetz, in Zukunft eine vorsorgende Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen zu verfolgen.

Den Gesetzentwurf finden Sie unter https://www.bmuv.de/gesetz/gesetzentwurf-eines-bundes-klimaanpassungsgesetzes

21.07.2023

Förderpreis Beton: Bildbasierte Betonprüfung ausgezeichnet

Es war nicht leicht für die Jury des diesjährigen Förderpreises Beton. Erst nach mehrmonatigen Beratungen wurde nun der Gewinner bekanntgegeben: Dr.-Ing. Tobias Schack vom Institut für Baustoffe der Leibniz Universität Hannover. Die Methode wird auch im aktuellen VHV-Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2022/23 vorgestellt.

Das IFB-Team gratuliert Dr. Tobias Schack herzlich zum Förderpreis!

Der Förderpreis Beton wird seit 1984 alle zwei Jahre vergeben. Ziel des Wettbewerbs ist es, den fachlichen Nachwuchs in der Branche zu fördern und die Entwicklung der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von Beton und Betonbauwerken voranzutreiben. So sollen die Wettbewerbsbeiträge etwa Ansätze zur Verbesserung der baustoffspezifischen Eigenschaften, der Qualität und der Wirtschaftlichkeit von Beton und Betonbauwerken sowie ökologische und technologische Aspekte aufzeigen.

13.07.2023

Wettbewerb: „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“ sucht innovative digitale Lösungen

Seit mehr als 20 Jahren sucht die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum mit dem bundesweiten Nachwuchswettbewerb „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“ zukunftsweisende und praxisnahe Digitallösungen für die Bauwirtschaft. Jetzt hat die Anmeldephase für die Wettbewerbsrunde 2024 begonnen: Ab sofort können Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden.

In vier Bereichen – Handwerk und Technik, Baubetriebswirtschaft, Bauingenieurwesen und Architektur – werden Preise in Höhe von insgesamt 20.000 Euro verliehen. Zusätzlich gibt es einen „Sonderpreis Start-up“ sowie den „Sonderpreis der Ed. Züblin AG“. Willkommen sind sowohl Einzel- als auch Teamarbeiten in allen Bereichen. Anmelde- und Abgabeschluss ist der 6. November 2023.  Die Gewinner werden am 21. Februar 2024 im Rahmen der digitalBAU, der Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche, in Köln gekürt.

Der Wettbewerb des RKW Kompetenzzentrums steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Er wird von den Sozialpartnerschaften der Bauwirtschaft getragen und von zahlreichen Fördernden und Medienpartnerschaften unterstützt. Die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum führt den Wettbewerb durch und begleitet ihn fachlich.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.aufitgebaut.de

05.07.2023

Das IFB-Team wünscht schöne Ferien - wir sind weiterhin für Sie da!

Heute gibt es in Niedersachsen Zeugnisse – und die Sommerferien beginnen. Das IFB-Team wünscht einen entspannten Sommer – wir sind auch in der Urlaubszeit für Sie da. Sie erreichen uns wie gewohnt per E-Mail oder telefonisch.

23.06.2023

Bundesweite Aktion der Architektenkammern: Volles Programm zum Tag der Architektur

Die Bundesarchitektenkammer und die Architektenkammern der Bundesländer laden für den 25. Juni 2023 zum diesjährigen Tag der Architektur ein. Interessierte sind aufgerufen,  Quartiere, Gebäude, Objekte und Innenräume, Parks oder Gärten als Ressource und Bereicherung für den Alltag (neu) zu entdecken. Das Motto: „Architektur verwandelt“. Hintergrund der erfolgreichen Veranstaltungsreihe: Der Bau und die Weiterentwicklung von Städten, Gemeinden und Quartieren hat entscheidenden Einfluss auf das Leben der Menschen. Dabei muss die Beziehung zwischen Umwelt, Material, Mensch und Raum im Mittelpunkt stehen, damit für alle Lebensbereiche gute und nachhaltige Gebäude geschaffen werden, die auch zukünftigen Generationen als Fundament dienen. Denn: Bauen ist nie nur privat, sondern immer auch öffentlich. Der Tag der Architektur ist eine Möglichkeit, mehr Menschen für diesen Prozess zu sensibilsieren und Interesse an der Kultur des Planens und Bauens zu wecken.

Beteiligt sind alle 16 Architektenkammern der Bundesländer. Das Programm deckt alle Fachdisziplinen ab: den klassischen Hochbau, die Innenarchitektur, die Landschaftsarchitektur und die Stadtplanung. Bundesweit stehen zahlreiche Projekte für Besichtigungen und Entdeckungen zur Verfügung. Außerdem beteiligen sich zahlreiche Architekten, indem sie ihre Büroräume für Ausstellungen oder Gespräche über ihre Arbeit öffnen. 

Alle Projekte und Orte finden Sie unter https://www.aknds.de/baukultur/tag-der-architektur

14.06.2023

Jubiläum: Bauindustrie feiert 75. Geburtstag in Berlin

Die Bauindustrie ist eine der Schlüsselbranchen für die bestimmenden gesellschaftlichen Themen in Deutschland. Ob es der Erhalt und Ausbau der Bundesverkehrswege, die Umsetzung der Mobilitätswende, das Erreichen der Wohnungsbauziele oder der Ausbau der Breitbandinfrastruktur sind – ohne die Bauindustrie geht hier nichts. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie – gleichsam die „Stimme des Baus“ – fungiert als Bindeglied zwischen Mitgliedsunternehmen, Politik, Bundesverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Auftraggebern. Heute feiert der Verband sein 75-jähriges Bestehen.

Dieses Jubiläum wird am heutigen Tag der Bauindustrie, dem 14. Juni 2023, im TIPI am Kanzleramt in Berlin gefeiert. Mit dabei: Teilnehmende aus Bauindustrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – unter anderem Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen. Während des Festaktes stehen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Schlüsselthemen am Bau in den Fokus: nachhaltiges Bauen, Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Beschaffung von kostengünstigem Wohnraum, Fachkräftesicherung und digitale Transformation. Denn: Die Transformation der Gesellschaft wird ohne aktive Einbindung des Baus nicht gelingen. Großes Potenzial liegt dabei in der Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Auch das IFB-Team gratuliert und freut sich auf weiterhin konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit!

13.06.2023

BIL Day 2023 in Köln: Impulse für eine sichere Infrastruktur

„Erhebliche Schadenkosten und trotzdem eine sichere Infrastruktur?“ – Einblicke in den neuen VHV-Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2022/23 gibt Heike Böhmer, Direktorin vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB) auf dem BIL Day 2023 am 21. und 22. Juni 2023 in Köln. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion werden Impulse für eine sichere Infrastruktur diskutiert. Weitere Teilnehmer sind neben Referenten des Vormittags unter anderem Experten vom Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS), dem VST – Verband Sichere Transport- und Verteilnetze / KRITIS e.V., dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), der Bundesnetzagentur sowie des Energieversorgers EnBW.

Zudem auf der Agenda am 21. Juni: Interessante Keynotes, Fachvorträge und Insidertalks. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik garantieren ein vielfältiges Programm und sommerliches Networking im Kölner Rheinauhafen und in den Räumen des Deutschen Sport & Olympia Museums. Für den Abend lädt die BIL eG zum lockeren Austausch mit Barbecue direkt am Rhein ein. Am 22.6. stehen vormittags Themenworkshops zu aktuellen Branchenthemen auf dem Programm. Eine Branchenausstellung ist an beiden Tagen geöffnet.

Weitere Informationen und das gesamte Programm finden Sie hier https://bil-leitungsauskunft.de/bil-day-2023/

08.06.2023

Engagement für den Klimaschutz: 25 Jahre proKlima in Hannover

Der enercity-Fonds proKlima feiert Geburtstag und blickt auf 25 Jahre Engagement für den Klimaschutz zurück. Unter dem Motto „Global denken, lokal handeln“ wurde der Fonds am 8. Juni 1998 gegründet. Seitdem sind mehr als 35.800 Maßnahmen gefördert und 72 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt worden. Zudem wurden durch proKlima neue klimafreundliche Standards gesetzt und zahlreiche Projekte in den beteiligten Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Seelze und Ronnenberg unterstützt. Die Gründung geht auf das Engagement der Landeshauptstadt Hannover und des Energieversorgers enercity zurück, die die Partnerschaft maßgeblich initiiert haben und bis heute die finanzielle Existenz des Klimaschutzfonds ermöglichen. Ziel war und ist es, lokalen Klimaschutz gemeinsam und aktiv mit den Bürgern zu gestalten. Der Vorsitzende des Kuratoriums und Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover Dr. Bala S. Ramani erklärte auf der Feierstunde vor mehr als 100 geladenen Gästen: „Die proKlima-Partnerschaft ist etwas ganz Besonderes und europaweit immer noch einzigartig. Nicht nur, weil sie in den beteiligten Kommunen eine verlässliche und kontinuierliche Finanzierungsquelle für Klimaschutz seit 1998 bietet, sondern weil dadurch messbare CO2-Emissions-minderungsmaßnahmen lokal umgesetzt werden.“

Auch das IFB-Team gratuliert und wünscht „Happy Birthday proKlima!“

06.06.2023

VHV-Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2022/23 – Printversion ab sofort im Buchhandel erhältlich

Der aktuelle VHV-Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2022/23 ist ab sofort auch als Printversion für alle Interessenten verfügbar! Den Bauschadenbericht als E-Book zum kostenlosen Download sowie weiterführende Informationen, Daten und Fakten zum Thema finden Sie bei den VHV-Bauexperten oder hier im IFB-Downloadbereich.

Die Printversion ist ab sofort  im Buchhandel erhältlich.

01.06.2023

WirtschaftsDienst Forum Immobilien: Energieeffizienz – große Herausforderungen im Gebäudebestand

Etwa 35 Prozent des deutschen Gesamtenergiebedarfs entstehen im Gebäudesektor. Deshalb wird beim Neubau besonders auf Energieeffizienz geachtet. Der überwiegende Teil im Gebäudebereich besteht jedoch aus Bestandsimmobilien. Diese energetisch zu ertüchtigen ist eine der größten Herausforderungen der Bau- und Immobilienbranche. Das WirtschaftsDienst Forum hatte zu diesem Thema eingeladen: „Energieeffizienz: Herausforderung im Bestand“ – die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Bauminister Olaf Lies (MdL). Zahlreiche Experten aus Politik, Wissenschaft und Immobilienwirtschaft, darunter die Geschäftsführende Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), Dr. Christine Lemaitre und dena-Bereichsleiter Christian Stolte, waren der Einladung gefolgt und informierten und diskutierten über den aktuellen Stand von rechtlichen Rahmenbedingungen, technischen Möglichkeiten sowie öffentlichen Förderungen. Das Ziel: Wissen in die Praxis bringen und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden im Bestand zu setzen. Ebenfalls mit dabei: Dipl.-Ing. Heike Böhmer, geschäftsführende Direktorin vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB). Sie informierte die Teilnehmer zum Thema Qualität beim Bauen und Sanieren im Bestand. Eines der Kern-Forschungsthemen des Instituts.

23.05.2023

Eine Erfolgsgeschichte: 77 Jahre Institut für Bauforschung

Das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) wird heute 77 Jahre alt. Am 23. Mai 1946 wurde das „Niedersächsische Institut für Bauforschung“ mit maßgeblicher Förderung des Landes Niedersachsen in Hannover gegründet. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war es – nahezu zeitgleich mit der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“ in Kiel – aus der „Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliches Bauen“ (gegründet 1920) und der späteren Deutschen Akademie für Bauforschung hervorgegangen. Die Eintragung des neuen Instituts ins Vereinsregister erfolgte im Januar 1947. Zwei Jahre später – 1948 – wurde es in „Institut für Bauforschung e.V., Hannover“ umbenannt und bekam den Namen, den es bis heute trägt.

Eine 77-jährige Erfolgsgeschichte. Und Ansporn für das IFB-Team, diesen Weg auch in Zukunft weiterzugehen. Dabei auch künftig immer im Fokus: die wissenschaftliche Forschung und deren Förderung auf den Gebieten Planung, Baustoffe, Bauarten, Baubetrieb sowie Bauschäden und deren Ursachen.

19.05.2023

Heizungstausch und Co: Wie auch kleine Maßnahmen Geld sparen

Das Thema Heizungstausch ist derzeit in aller Munde. Teilweise gibt es auch Verunsicherung, was nun zu tun ist. Und: Was sollten oder können Eigentümer tun, deren Heizung jünger ist als 15 oder 20 Jahre? Oder Immobilienbesitzer, deren Haus bereits sehr effizient ist, die aber trotzdem Heizkosten sparen oder noch mehr für den Klimaschutz tun möchten?

Wichtig zu wissen:  Es müssen nicht immer gleich der Austausch der Heizung und eine vollständige Sanierung sein. Es gibt viele Möglichkeiten bzw. Maßnahmen, die auch mit geringen Investitionen dafür sorgen können, dass der Energieverbrauch spürbar sinkt. Eine dieser Maßnahmen ist der hydraulische Abgleich – für Mehrfamilienhäuser ist er bereits Pflicht, in Ein- und Zweifamilienhäusern lohnt er sich jedoch ebenso. Und er wird sogar gefördert. Zu den weiteren niedrigschwelligen Maßnahmen zählen etwa auch eine Dämmung der oberen Geschossdecke sowie der Einbau von Warmwasser-Zirkulationspumpen und Durchflussbegrenzern. Es gibt viele Bereiche, in denen Eigentümer mit wenig Aufwand für mehr Effizienz sorgen können.

Weitere Informationen finden Sie hier https://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/

Bei Fragen zum Heizungstausch oder dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) steht das Expertenteam vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB) sanierungswilligen Eigentümer gern zur Seite. Sprechen Sie uns an.

15.05.2023

2. Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschlossen

Die Bundesregierung hat die 2. Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschlossen – damit wurde der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen und der Warmwasserbereitung im Gesetz verbindlich verankert. Die Möglichkeit, die gesetzlichen Anforderungen auf unterschiedlichen, technologieoffenen Wegen zu erfüllen sowie die Befreiung von bestimmten Regelungen bei Vorliegen besonderer Umstände sollen den Umstieg möglichst verbraucherfreundlich und praktikabel gestalten. Die Änderungen werden durch Fördermöglichkeiten nach dem BEG begleitet: Demnach soll es einen zusätzlichen Förderbonus für den freiwilligen Tausch von Anlagen geben. Ein Großteil der Änderungen tritt am 1. Januar 2024 in Kraft; die neuen §§ 60b und c zur Prüfung und Optimierung älterer Heizungsanlagen sowie die Änderung der Verordnung über Heizkostenabrechnung am 1. Oktober 2024.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/Webs/BMWSB/DE/Gebaeudeenergiegesetz-geg.html

24.04.2023

VHV-Bauschadenbericht 2022/23 als E-Book erschienen

Der VHV-Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2022/23 ist soeben im Fraunhofer IRB Verlag erschienen. Der vierte Band der Bauschadenberichtreihe ermöglicht einen aktuellen und umfassenden Überblick zu der vielschichtigen Thematik von Bauschäden und -mängeln sowie zum Status der Qualität beim Planen und Bauen im Tief- und Infrastrukturbausektor. Der Fokus richtet sich dieses Mal auf „Sichere Infrastruktur“ – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Zahlen, Daten und Fakten in der aktuellen  Pressemitteilung.

Der Bauschadenbericht steht  zum kostenlosen Download bereit: https://www.vhv-bauexperten.de/vhv-bauforschung oder im IFB-Downloadbereich. Die Printversion des Bauschadenberichts erscheint in Kürze.

17.04.2023

VHV-Bauschadenbericht 2022/23: Vorab-Vorstellung auf der BAU in München

Der VHV-Bauschadenbericht 2022/23 Tiefbau und Infrastruktur ist fertig. Eine Vorab-Version wird ab heute auf der BAU, der Leitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, die vom 17. bis 22. April 2023 in München ihre Pforten öffnet, präsentiert. IFB-Direktorin Dipl.-Ing. Heike Böhmer wird die hochaktuellen Forschungsergebnisse am Messestand der VHV Versicherungen in Halle C5, Stand 601 in mehreren Preview-Veranstaltungen vorstellen. Schwerpunktthema des vierten Bauschadenberichts ist „Sichere Infrastruktur“ – ein Themenfeld von höchster Aktualität. Besucher der Messe können sich am Stand der VHV-Versicherungen informieren und den Bericht kostenfrei bestellen. Der Bauschadenbericht steht zudem als E-Book zum kostenlosen Download bereit: https://www.vhv-bauexperten.de/vhv-bauforschung oder im IFB-Downloadbereich. In Kürze wird auch die Printversion verfügbar sein. 

31.03.2023

VHV-Bauschadenbericht 2022/23: Erste Ergebnisse auf der BAU in München

Der VHV-Bauschadenbericht 2022/23 Tiefbau und Infrastruktur wird Mitte April erscheinen. Auf der BAU, der Leitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, die vom 17. bis 22. April 2023 in München ihre Pforten öffnet, werden erste Ergebnisse vorgestellt. Schwerpunktthema des von der Fachwelt bereits mit Spannung erwarteten Berichts ist dieses Mal „Sichere Infrastruktur“ – ein Themenfeld von höchster Aktualität. Besucher der Messe können sich am Stand der VHV-Versicherungen bereits vorab informieren und den Bericht dort auch kostenfrei bestellen.

17.02.2023

Online-Vortrag „Städte im globalen Klimawandel“ jetzt online abrufbar

Der VDI BV Lenne Arbeitskreis Umwelttechnik und der VDI BV Hamburg  Arbeitskreis Umweltschutztechnik hatten zu einem Online-Vortrag zum Thema Klimafolgenanpassung „Städte im globalen Klimawandel“ eingeladen. Referent war Universitäts-Professor (i.R.) Dr. Wilhelm Kuttler von der Universität Duisburg-Essen und Vorsitzender des Ausschusses Klima im Fachbereich II „Umweltmeteorologie“ des VDI e.V. Themenschwerpunkte waren die Entwicklung von CO2-Emissionen und Lufttemperatur, klimatisch/lufthygienische Charakterisierung von Städten, gegenwärtige und zukünftige klimatische Probleme, Hitze und Starkregen sowie lokale Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel.

Der Vortrag ist nun online abrufbar unter: https://www.vdi.de/fileadmin/pages/vdi_de/redakteure/vor_ort/bv/hamburger-bv/dateien/Vortrag_Prof._Kuttler_8.2.2023.pdf

15.02.2023

1.800 Teilnehmer beim digitalen VHV-Bautag 2023

Er ist eine Informationsveranstaltung mit Tradition: Zum nunmehr 23. Mal wurde der VHV-Bautag unter großer Beteiligung durchgeführt. In diesem Jahr zum dritten Mal als Online-Veranstaltung. Knapp 1.800 Teilnehmer nutzten am 14. Februar die Möglichkeit, sich von namhaften Experten aus den Bereichen Recht, Technik und Wirtschaft informieren zu lassen und sich zu aktuellen baurelevanten Themen auszutauschen. In zahlreichen Städten wurden Hybrid-Veranstaltungen durchgeführt, bei denen sich die Teilnehmer nach dem Online-Bautag noch in Präsenz und in großer Runde austauschen konnten.

Für Bauinteressierte, die den digitalen VHV-BAUTAG 2023 verpasst haben oder Teilnehmer, die sich die Vorträge der Referenten noch einmal in Ruhe ansehen möchten, gibt es die gesamte Veranstaltung noch einmal im Videoformat. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Präsentationen sowie weiterführende Informationen herunterzuladen: https://www.vhv-bauexperten.de/bautage/bautag-23

Zu inhaltlichen Fragen können Sie auch gern das IFB-Team kontaktieren.

01.02.2023

Anmeldungen zum 3. Digitaler VHV-Bautag am 14. Februar 2023

Seit mehr als 20 Jahren bieten die VHV-Bautage die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen aus der Baubranche zu informieren und mit Fachexperten auszutauschen. In diesem Jahr stehen steigende Materialkosten, Lieferengpässe und Nachhaltigkeit im Fokus. Gemeinsam mit namhaften Experten können Teilnehmer die Herausforderungen und Möglichkeiten diskutieren und Lösungsansätze erarbeiten.

Nach den Vorträgen der Hauptverbände und Updates zum Baurecht kann aus drei fachspezifischen Vorträgen auswählt werden. Darin wird intensiver auf die speziellen Bedürfnisse von Planern, Ausführenden, Bauträgern oder Projektentwicklern eingegangen. Zudem werden im Rahmen der Veranstaltung die ersten Ergebnisse und Informationen zum neuen VHV-Bauschadenbericht Tiefbau 2022/23 bekanntgegeben, den das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) derzeit erarbeitet. Thema dieses Mal:  Sichere Infrastruktur – hochaktuell und spannend.

Weitere Informationen  finden Sie hier https://www.vhv-bauexperten.de/aktuelles/veranstaltungen/digitaler-bautag-2023

31.01.2023

IFB intern: Langjähriger Kuratoriumsvorsitzender Professor Dr. Ludger Lohaus verabschiedet

Bei der heutigen IFB-Kuratoriumssitzung haben die Mitglieder den langjährigen Vorsitzenden des IFB-Kuratoriums Professor Dr. Ludger Lohaus, in den Ruhestand verabschiedet. Lohhaus hatte das Amt seit 2010 inne. Im Namen des IFB-Vorstandes und der Kuratoriumsmitglieder dankte Institutsdirektorin Dipl.-Ing. Heike Böhmer Professor Lohaus für seinen langjährigen und wertvollen Einsatz für die Belange der Bauforschung. Zu seinem Nachfolger wählten die Kuratoriumsmitglieder Rechtsanwalt Michael Halstenberg. Das IFB-Team gratuliert seinem neuen Kuratoriumsvorsitzenden und wünscht ihm für das neue Amt alles Gute.

27.01.2023

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Start der neuen Förderung zum 1. März

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat neue Förderbedingungen veröffentlicht. Die Neubauförderung „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) ist ein Teilprogramm der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Sie löst die bislang geltende und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) verantwortete Neubauförderung im Rahmen der BEG ab. Die Ziele der neu ausgerichteten Neubauförderung: Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden, Verringerung des Primärenergiebedarfs während der Betriebsphase sowie Erhöhung des Einsatzes erneuerbarer Energien unter Einhaltung von Prinzipien des nachhaltigen Bauens. Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Krediten mit Zinsverbilligung ohne Tilgungszuschüsse.

Die neue Förderung betrifft die KfW-Produkte:

  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude – private Selbstnutzung (297),
  • Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude“ (298) und
  • Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude“ (299).

Achtung: Anträge für die Neubauförderung in den bestehenden Produkten „BEG Wohngebäude“ (261) und „BEG Nichtwohngebäude“ (263) können noch bis einschließlich 28. Februar 2023 bei der KfW gestellt werden. Das IFB begleitet Sie bei der Antragstellung und Durchführung von Maßnahmen. Sprechen Sie uns an!

Weitere Informationen finden Sie hier https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/Webs/BMWSB/DE/veroeffentlichungen/bauen/rl-bundesfoerderung-kfn.pdf?__blob=publicationFile&v=2

17.01.2023

Gebäudeenergiegesetz (GEG): Neuregelungen in Kraft

Zum Jahresbeginn 2023 sind diverse Verschärfungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Kraft getreten. Am bedeutungsvollsten ist die verschärfte Neubauanforderung auf den bisherigen KfW-55-Effizienzhausstandard. Dies ist gleichbedeutend mit einer geforderten Unterschreitung des qP-Referenzwertes um 45 Prozent (zuvor 25 Prozent). Das Effizienzhaus 55 wird bereits seit einiger Zeit nicht mehr durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert – es ist jedoch nun die Neubauanforderung.

Weitere relevante Änderungen betreffen die Anrechnung von selbst erzeugtem Strom aus Photovoltaik-Anlagen, den vereinfachten Nachweis der Gleichwertigkeit von Wärmebrücken sowie das vereinfachte Nachweisverfahren nach §31 und Anlage 5 GEG. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bauphysik-software.de/de-de/daemmwerk-aktuell.html#GEG2023

Im Laufe des Jahres und auch in den folgenden Jahren wird zudem mit weiteren Änderungen am Gebäudeenergiegesetz zu rechnen sein. Das IFB informiert Sie zeitnah.

16.01.2023

Celler Klimaplattform: Neue Broschüre zum Thema „Beim Heizen sparen“

Energie sparen, Kosten senken und gleichzeitig das Klima schützen: Die Celler Klimaplattform hat eine Broschüre veröffentlicht, die einfach und allgemeinverständlich eine komplette und doch kompakte Übersicht aller möglichen Sparmaßnahmen für Mieter und Hauseigentümer bietet. Die Tipps und Hinweise zeigen eine Fülle an Möglichkeiten, wie mit einfachen Maßnahmen bzw. Verhaltensänderungen Energie gespart, Ressourcen geschützt und der Geldbeutel geschont werden kann.

Die Broschüre ist kostenlos verfügbar unter: https://celler-klimaplattform.de/pdf/Beim_Heizen_Sparen_Tipps_zum_Selbermachen_CKP_14_11_2022.pdf

13.01.2023

Statement: Bauminister und IFB-Vorsitzender Olaf Lies zum sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen

Die hohe Inflation, weiter ansteigende Energiepreise, ungeahnte Preissteigerungen bei Baumaterialien, Lieferengpässe, Fachkräftemangel im Handwerk und in der Folge drastische Preissteigerungen, flankiert von deutlich gestiegenen Zinsen – der Wohnungsbau in Niedersachsen und ganz Deutschland steht derzeit vor nie dagewesenen Herausforderungen. Zudem soll Wohnraum nicht nur bezahlbar sein, sondern angesichts des Klimawandels besteht die Notwendigkeit, auch energetisch hochwertig zu bauen. Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung und zugleich Vorsitzender des Instituts für Bauforschung e.V. (IFB) thematisierte die Herausforderungen beim Neujahrsempfang des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Niedersachsen. Gleichzeitig stellte er für Niedersachsen fest, dass im vergangenen Jahr ein durchaus gutes Förderergebnis erzielt werden konnte: So seien mehr als 350 Millionen Euro Fördermittel ausgezahlt und damit über 2.700 Wohneinheiten gefördert worden – so viel, wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr.

Somit komme der soziale Wohnungsbau in Niedersachsen nicht zum Erliegen, er komme jedoch nicht schnell genug voran. Der hohe Mittelabfluss und der Umstand, dass bei der NBank ein deutlicher Anstieg der Beratungs-, Antrags- und Bewilligungszahlen zu verzeichnen sei, zeige aber, dass die Konditionen von den Unternehmen der Wohnungswirtschaft nachgefragt und angenommen würden. Die Konditionen mit langfristigen Darlehen zu null Prozent und einem Tilgungsnachlass würden von Investoren als nahezu konkurrenzlos angesehen. Und: Die Wohnraumförderung des Landes habe durch die Zinsentwicklung weiter an Attraktivität gewonnen.

Diese Entwicklung dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl von 2.700 geförderten Wohneinheiten noch immer hinter den gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft gesteckten Zielen zurückbleibe. Um Abhilfe zu schaffen, solle die Gründung einer Landeswohnungsgesellschaft ein nächster wichtiger Baustein sein. Ziel sei es, dass diese noch in diesem Jahr die Arbeit aufnimmt.

12.01.2023

Sozialer Wohnungsbau am „seidenen Faden“: Forderungen an die Politik

Bezahlbarer Wohnraum ist seit Jahren knapp. Das Problem hat sich im vergangenen Jahr jedoch noch weiter verschärft: In einer heute vorgestellten Studie des Pestel-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. (ARGE) ist der Bedarf so groß wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Demnach fehlen im gesamten Bundesgebiet rund 700.000 Wohnungen. Laut eines Bündnisses aus Mieterbund, Baugewerkschaft sowie Sozial- und Branchenverbänden seien anstatt der von der Bundesregierung anvisierten 100.000 bezahlbaren Wohnungen jährlich im vergangenen Jahr lediglich 20.000 Wohnungen gebaut worden. Durch die kriegsbedingte Zuwanderung von Flüchtlingen aus der Ukraine werde das Defizit an Sozialwohnungen zusätzlich weiter verschärft.

Weiteres Problem: Der Wohnungsbau stockt aufgrund der aktuell schlechten Rahmenbedingungen. Die Direktorin des Verbandes der Wohnungswirtschaft (vdw) Niedersachsen und Bremen, Susanne Schmitt, erklärte: „Der soziale Wohnungsbau hängt am seidenen Faden.“ Gründe seien unter anderem die hohen Baukosten – auch bedingt durch immer weiter steigende Standards und gesetzliche Anforderungen –, Kapazitätsengpässe bei Zulieferern und im Bauhandwerk, steigende Zinsen und unklare Förderung.

Schmitt stellte mehrere Forderungen: So dürften energetische Standards für Neubau und Modernisierung nicht weiter verschärft werden. Stattdessen müssten Sanierung und Modernisierung des Bestands vereinfacht werden. IFB-Direktorin Dipl.-Ing. Heike Böhmer, die im Bündnis für Bezahlbares Wohnen in Niedersachsen aktiv ist, teilt diese Forderungen. „Im IFB sind diese Themen aktuell Gegenstand der Forschung. Dabei werden die hohen Anforderungen im Neubau auf den Prüfstand gestellt. Wir überprüfen die Auswirkungen dahingehend, ob eine diesbezügliche Reduzierung gegebenenfalls Auswirkungen auf Kosten und Qualität hat“, so Böhmer.